Deadline, Roman und Hörbuch
"Deadline" ist 2008 erschienen. Der Roman im
Auszüge erschienen in der Literaturzeitschrift Akzente und in der Wochenzeitung Der Roman hat 143 Seiten. Das Hörbuch (mp3-CD) hat eine Laufzeit von etwas mehr als vier Stunden: der ganze Roman, gelesen vom Autor. Dazwischen kurze Musiken von Andreas Albrecht. |
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Lesungen aus Deadline
2008 |
Reaktionen
[Christoph Hein:] "Das überraschendste Leseerlebnis des Jahres. Ein ganz neuer Ton, eine völlig neue Schreibart; ich könnte nichts Vergleichbares nennen."
[Matthias Penzel, Rolling Stone 11/08:] "Audiobook des Monats — hochmodern, irrsinnig komisch, und am Ende ist es, wie alle große Literatur, Sprachkritik, philosophisch, das Leben als Modell, die Welt eine Modelleisenbahnanlage im Maßstab H0. Ein Buch für die besten Freunde."
[
[Falko Hennig,
[Martin Fritz, The Gap / Österreich:] "Die allererste Sahne wirklich innovativer deutschsprachiger Gegenwartsliteratur."
[Sebastian Fasthuber,
[Dimo Rieß, Leipziger Volkszeitung:] "Bjerg, nach eigener Aussage im Internet lebend, hat eine Form gesucht für das Zeitalter der Deadlines und Informationshappen — und gefunden."
[motzes,
[Casino,
[spalanzani,
[kito,
[edmond,
[micro_robert,
[Florian Anrather,
[Judith Schepers,
[Nicole Schmidt,
Ein Interview mit Malte Welding vom Weblog |
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Deadline — Inventar
Es treten auf: die dicke Übersetzerin, der Steinmetz, die Arbeiterin aus der Modelleisenbahnfabrik. Eine Schwester, zwei Neffen, ein Schwager. Ein taubstummer Totengräber und einer, der reden kann. Deadline ist ein Roman über alles. Über Walfische, übers Zuspätkommen, über Hoch- und Tiefbau. Über Ursache, Verlauf und Ergebnis einer Saponifikation. Über den Stand der transatlantischen Beziehungen. Über Donuts, über Suchmaschinen und über die Liebe (naja, am Rande). Orte: eine Großstadt in Neuengland, ein Flughafen, eine Steilküste, ein berühmtes Gemälde. Die Schwäbische Alb, ein Kinderzimmer, verschiedene Dorfrandsiedlungen aus verschiedenen Jahrzehnten. Ein Grab und noch ein Grab. Eine Werkstatt, eine steil ansteigende Straße. Oder abfallende, je nachdem. |
Monika Rinck über Deadline
"Existenz ist als Seinsart in sich Endlichkeit", heißt es bei Heidegger, bei Heiner Müller, so knapp und knorrig wie möglich: "Zeit ist Frist". Diese Frist wird nun wiederum durchquert von anderen Fristen, von so genannten deadlines. Seien es Abflugzeiten, Abgabetermine oder Bewerbungsschlüsse. Der moderne Mensch, oder nennen wir ihn, der scheinselbstständige Freelancer, arbeitet auf diese Fristen hin, und werden sie verfehlt, warten sicherlich schon die nächsten auf eine neue Anstrengung, sie zu meistern. Anfrage und Lieferung des Gewünschten kommen rund um die Uhr per Email, alles findet gleichzeitig statt und in der Onlineredaktion hat der Redaktionsschluss längst abgedankt. Eine einzige Frist allerdings wird niemand verfehlen — und das ist die letzte. Übrig bleibt ein Körper — und seine Verwesung dürfte nach wie vor ein analoges Phänomen sein, selbst wenn die Liegezeiten auf deutschen Friedhöfen befristet sind. |
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Letzte Änderung dieser Seite: 8. Oktober 2009 |
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